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Produkt-Bild: Deutschland schafft sich ab: Wie wir unser Land aufs Spiel setzen

Deutschland schafft sich ab: Wie wir unser Land aufs Spiel setzen von Thilo Sarrazin

Gebundene Ausgabe von Deutsche Verlags-Anstalt
Preis bei Amazon: EUR 22,99

4,5 Punkte, empfehlenswert.
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3421044309, Erscheinungsdatum: August 2010, Auflage: 2
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5 Kundenrezensionen:

Schafft diese Art von Deutschen ab
1 Punkte 1 von 5 Punkten
Schlechte Bücher gibt es genug, aber dieses ist ein schlimmes.
Noch schlimmer ist welchen Zuspruch dieses "Werk" erhält.
Ist die Mehrheit der Deutschen wirklich so dumm auf so einen billigen
Verkaufstrick reinzufallen. Es ist verwerflich mit solchen Sprüchen
ernste Themen zu behandeln. Herrn Sarrazin geht es nur ums Geld verdienen,
erschreckend ist aber wie viele Menschen dieses Gedankengut in sich tragen.
Schlichtweg ein ernstzunehmendes und wichtiges Buch.
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Der Autor wagt es mit diesem Buch das momentan ernstzunehmenste Problem Deutschlands offen und mutig anzusprechen. Skandalös ist jedoch die Tatsache, dass man momentan versucht ihn deshalb beruflich sowie persönlich zu demontieren - und eksakt das bestätigt seine These: wir sind im Begriff uns "abzuschaffen"!
Thilo Sarrazin
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Hut ab vor diesem Mann, er spricht mir aus der Seele.Er spricht das aus was viele Deutsch denken ,
Die WAHRHEIT ...
5 Punkte 5 von 5 Punkten
tut weh, deshalb die Aufregung um Sarazzin und sein Buch. Mich hat es gefreut ENDLICH zu lesen, was ich selbst schon lange beobachte und denke - der Autor spricht couragiert die Tatsachen an, Hut ab!
Größter Schwachsinn nach katholischer Kirche
1 Punkte 1 von 5 Punkten
Mit Verlaub; Ich habe die ersten 10 Seiten des Buches gelesen und wollte ihm eine >Changse< geben. Meine pol. Position ist nicht links nicht rechts, ein einfacher Bürger unseres schönen Landes. Dieses Buch ist jedoch stinklangweilig und würde nicht mehr als 100 Ausgaben ohne diese politische Debatte verkaufen.
Geschickt gemacht von Herr Sarrazin aber trotzdem völliger Schwachsinn.
© 1998-2010 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: Das Ende der Geduld: Konsequent gegen jugendliche Gewalttäter

Das Ende der Geduld: Konsequent gegen jugendliche Gewalttäter von Kirsten Heisig

Taschenbuch von Verlag Herder
Preis bei Amazon: EUR 14,95, Angebote ab EUR 13,95

4,5 Punkte, empfehlenswert.
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3451302047, Erscheinungsdatum: Juli 2010, Auflage: 1
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5 Kundenrezensionen:

Dieses Buch muss man lesen !!!
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Dieses Buch muss man lesen, konkrete Beispiele aus der Berufspraxis von Frau Heisig schildern die Komplexität und grausame Intensität um die Themen Jugendgewalt und Integrationspolitik - Chancengleichheit gibt es nicht - anscheinend räumlich begrenzte Probleme in "Problembezirken" sind ein gesamtgesellschaftliches Problem das Aufmerksamkeit bedarf. Diese Probleme sind seit Jahrzehnten bekannt.
Schade um diese Frau
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Der Einblick in die Arbeit von Jugendrichtern ist sehr aufschlußreich.
Es ist festzustellen, daß junge Menschen immer weiter verrohen, was
auf mangelnde Führung und Erziehung zurückzuführen ist. Hier sind in
jedem Fall die Elternhäuser gefragt. Nicht immer alles auf Schulen und Lehrer
schieben.
Disziplin und Strenge hat noch Niemanden geschadet. Junge Menschen müssen
lernen, wie weit man gehen darf.
Trotz vieler Statistik ist das Buch sehr interessant zu lesen.
Wider aller Spaltung, für eine ehrliche Debatte jenseits aller Ideologien.
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Unterstellt man der Jugendrichterin Heisig Ungeduld als Voraussetzung schnellen Handelns, dann auch nur darum, weil man deutlich zu machen hat, dass darin der Anfang vom Ende des Schweigens zu sehen ist. Sie selbst schreibt, dass sie die Hoffnung vom Leben ohne Straftaten für eine Klientel aufgegeben hat, obwohl sie sich dieses Ende so sehr wünschte. Wenn, wie ein Betraoffener aus früherer Zeit sagte, erst nach der achten Verandlung eine Verurteilung ausgesrochen wird, dann erkennt Heisig und im Nachgang auch der Betroffene, dass echte Pädagogik von der Wirkung des Augenblicks lebt, eben eine Antwort auf der Stelle zu erfolgen hat und nicht in der Weichzeichnung eines bemühten richterlichen Verstehens des Täters auf die buchstäblich lange Bank zu schieben ist. Die Schlußfolgerung daraus, ist nicht nur schnelles Handeln, sondern auch eine Beschleunigung der Justiz zur Aburteilung.

Aber ebenso und vielleicht sogar vielmehr wünscht sie sich eine Verantwortung auf mehreren Ebenen, die eine Strafvermeidung durch Sozialisation in den Vordergrund stellt und weniger eine ausgefeiltes System der Strafjustiz. Dass sie in ihren Beispielen auf eine Klientel sich stützt, die vorrangig türkisch-arabischer Abstammung ist, liegt insofern auf der Hand, weil in dieser Gruppe für sie die größte Problematik konstatiert wird. Nun muss man daraus nicht eine Grundstimmung der allgemeinen Verfehlung ableiten, jedoch erlaubt es die Zahl, sich zu fragen, was aus der Gruppe heraus zu ändern ist, um diese Verfehlungen zu vermeiden. Denn die Idee einer Integration ist sowohl sprachlich wie kulturell gefordert, allerdings ist sie nicht immer umzusetzen.

Eine Assimilation, wie auch die stärkste Integration fordert nahezu, seine Heimat, seine Herkunft zu verleugnen und in eine Übernahme fremder Kulturen, in eine Verdrängung der eigenen Kultur einzuwilligen. Vielleicht würde man den Begriff der Konversion bevorzugen, die das Alte im Neuen behält. Wie Sarrazin ist Heisig mit anderne Mitteln und einer andern Sprache unterwegs, die Zuhören auf breiter Ebene ermöglicht. Ihre Sprache richtet sich an die Leser, sie argumentiert nicht in der Sprache Sprache eines Urteils, gar einer Verurteilung noch wird sie polemisch. Das macht dieses Buch sehr interessant, zeigt es doch die Problematik und offenbart womöglich, wie man im Scheitern der Veränderung wachsen kann. Heisig begibt sich auf die Analyse der Sozialformen einer Großstadt. Der Leser weiß, dass zunehmende Urbansierung ein Prozeß der nächsten Jahre ist und sein wird. Mit Beginn des Jahres 2007 leben >50% der Menschen global in Städten, bis zum Jahre 2050 werden es prognostiziert ca. 70% sein. Diese Entwicklung wird nicht ohne Folgen bleiben, aber auch nicht ohne Prävention sein dürfen. Heisigs Beispiele aus dem Leben in Berlin, werden somit zu einer Grundfeste analytischer Übertragung auf andere Städte und können somit vorbereitend sein, den Ausbruch erhöhter Kriminalität zu verhindern.

Darin liegt Heisigs Wille, zu zeigen, wo die Grenzen sind, zu zeigen, wo die Differenz in einer Gesellschaft ist und gleichzeitig zeigt sie, dass allein ihr Bemühen nicht reicht, sondern dass es einer Initiative bedarf, die von allen Parteien getragen wird. Sie sieht eine Lösung nur da, wo eine konzertierte Aktion, hier gemeint als übergreifende Lösung angedacht wird. Diese als Utopie zu begreifen, heißt an der eigene Vorstellung zu scheitern. Dieses zu erkennen, führt vielleicht zu dem, was man ein Testament nennt. Nicht in der Verteilung des Nachlasses für die Erben liegt der Reiz, sondern vielmehr in der Verteilung der Erkenntnisse und der Aufgaben. Diese Botschaft gilt nicht für die Erben, sie geht an die, die ihr Amt erben und weiterführen, aber als veröffentlichte Botschaft geht dieses Testament an alle und vor allem an die, die mit ihrem Verhalten heute, die Zukunft einer Gesellschaft zu gestalten, erschweren.

"So merk auch ich die Müdigkeit, die mich erreicht" schreibt sie und damit erklärt sie, dass sie der Zukunft nicht gewachsen ist. Ihr Testament ist Aufgabe ihrer Last und Zuruf an die Welt, es fortzuführen. Dieses Buch erblickte die Welt, als die Autorin von dieser ging. Ein heimlicher Freitod bestimmt zugleich das Ende einer Diskussion mit der Autorin und bestimmt den Anfang einer Diskussion, wie eine Gesellschaft im Wechselspiel von Migranten und Einheimischen in eine neue Dimension entwickelt werden kann.

Heisig und Sarrazin sind zwei "Meldereiter" eines subtilen Wissens in der Gesellschaft. Sie sind zugleich Ventil und Sprachrohr einer Wiedererkennung der eigenen Wurzeln und zugleich Forderer einer klaren, starken und autentisch wahren Haltung im Spiel der multikulturellen Eigenarten. Das Ende der langen Phase der deutsch-deutschen Wiedervereinigung und dem Vergessen darin, dass multikulturelle Integration ein Thema ist, ist eingeläutet. Angepfiffen ist das Spiel des Neuanfangs, des Selbstbewußtseins in diesem Lande, verbunden mit der Überzeugung, in klaren Regeln und Vorstellungen die erst im Jahre 1999 begonnene Integrationspolitik mit ebenso klaren Vorstellungen fortzuführen.

Zu erfahren, dass der Freitod auf der einen Seite (Heisig) und die Enthebung von den Ämtern auf der anderen Seite (Sarrazin), eine Politik des Scheitern ist, wird noch bevorstehen. Den beiden Autoren, Kirsten Heisig und Thilo Sarrazin, kann man danken für das Aufbegehren eines Pathos eines modernen demokratischen Staates, der eine vernünftige Erwartungshaltung als Willkommensgruß an alle Immigranten bereithält.
~~
Endpunkt: Ihr Tod?
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Das Buch ist hervorragend und hätte eine genauso intensive und lange Diskussion verdient wie die Publikation von Sarrazin. Leider nicht mehr möglich nach ihrem rätselhaften Tod am Montag, dem 28. Juni 2010. Hoffentlich endet nicht auch Sarrazin da wo Frau Heisig nun leider ist: im Sarg.
Geduld?
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Der Titel ist genau richtig,die Geduld ist wirklich zu Ende.Nur schade das die Autorin "gestorben"ist!
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Produkt-Bild: Schneewittchen muss sterben

Schneewittchen muss sterben von Nele Neuhaus

Broschiert von List Tb.
Preis bei Amazon: EUR 9,95, Angebote ab EUR 6,50

4,5 Punkte, empfehlenswert.
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3548609821, Erscheinungsdatum: Juni 2010
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5 Kundenrezensionen:

Spannend,spannender,Neuhaus!
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Die ist nun das 4. Buch von Nele Neuhaus und ich muß sagen von Buch zu Buch wird sie besser.
Dieses Buch ist der Hammer, so was von spannend, ich mag es gar nicht aus der Hand legen.
Das ist so ein Buch, wenn man damit beginnt, möchte man Klingel und Telefon abschalten und nur noch lesen.
Jedesmal wenn man denkt, nun kommt alles raus, kommt alles ganz anders,immer neue Abgründe tun sich auf
und nicht eine Seite ist langweilig.
Und bei all den Verwirrungen im Fall, bleiben die Hauptpersonen Bodenstein und seine Kollegin Pia für den Leser
bodenständig und auch der Einblick in deren chaotisches Privatleben, lenkt nicht vom Thema ab.
Alles in allem ein gelungenes Buch, von dem man hofft, es möge nie enden..
bitte mehr davon!!
Ein fesselnder Krimi!
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Keine Seite dieses 500 Seiten Krimis ist langweilig. Man kann das Buch fast nicht mehr aus der Hand legen.
Die Autorin versteht es die Spannung konstant zu halten. Oft denkt man diese oder jene Person könnte der
Mädchenmörder sein, was man dann aber wieder verwerften muss.

Ein sympatisches Ermittlerteam, ein super Buch!
Schneewittchen muss sterben
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Tolles Buch dass ich in kürzester Zeit ausgelesen habe da es an Spannung kaum zu übertreffen war.
ein Dorf schweigt
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Tobias Sartorius ist ein zweifacher Mädchenmörder, der nach 10 Jahren Haft wieder in die Freiheit entlassen wird. Eine Freundin aus der Jugendzeit holt ihn vom Gefängnis ab, die einzige, die die ganze Zeit zu ihm gestanden hat. Als Tobias in seinen Heimatort auf den Hof der Eltern zurückkehrt muss er feststellen, dass sich in seiner Abwesenheit viel verändert hat. Die Gastwirtschaft, die die Familie damals betrieb, ist geschlossen, blieben doch die Gäste aus. Ins Haus eines Mädchenmörders möchte niemand zum Essen gehen. Der Hof der Eltern ist heruntergekommen und verwahrlost, Tobis Mutter hat den Vater zwischenzeitlich verlassen und ist in die nächste Großstadt gezogen, sie konnte die Blicke und Anfeindungen der Dorfbewohner nicht mehr ertragen.
Tobi wird von der Dorfgemeinschaft gemobbt, er ist der Mädchenmörder, der Außenseiter. Obwohl sich Tobi nicht an seine Taten erinnern kann und bis zuletzt seine Unschuld beteuert hat, wurde er in einem Indizienprozess schuldig gesprochen. Als wieder ein Mädchen verschwindet fällt der Verdacht sofort auf Tobias. Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff übernehmen die Ermittlungen, dabei nimmt sich Pia auch die alten Akten der Mädchenmorde vor und stößt auf Ungereimtheiten.

Mein erster Krimi von Nele Neuhaus und ich bin begeistert. Das Buch fängt rasant an und legt ein ziemliches Tempo hin, die Geschehnisse überschlagen sich förmlich und es bleibt von der ersten bis zur letzten Seite spannend. Und immer wieder taucht die Frage auf, ob Tobias die Taten die man ihm vorwirft, tatsächlich begangen hat oder ob es sich um einen Justizirrtum handelt.

Das Ermittlerduo von Bodenstein/Kirchhoff ist sehr sympathisch, beide haben ihre Stärken und Schwächen. Die Autorin bleibt dabei nicht nur beim Kriminalfall, sondern beleuchtet auch die privaten Probleme und Lebensumstände der Ermittler, was die Personen sehr lebendig erscheinen lässt - einfach authentisch. Ein Fall, wie er sich tatsächlich abgespielt haben könnte.

Das Buch mit seinen Protagonisten hat mir so gut gefallen, dass ich die Vorgängerbücher von Nele Neuhaus auf jeden Fall lesen möchte. Die fünf Sterne hat es sich absolut verdient.
Spannender Krimi
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Habe schon viele gute Krimis gelesen, aber das ist wirklich einer der besten. Man hat ständig das Gefühl, der Lösung ganz nah zu sein - und irgendwie kommts dann doch immer wieder anders. Auch der Schreibstil ist sehr flüssig - das Buch hab ich fast komplett in einem Rutsch durchgelesen.
© 1998-2010 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: Schändung: Thriller

Schändung: Thriller von Jussi Adler-Olsen

Taschenbuch von Deutscher Taschenbuch Verlag
Preis bei Amazon: EUR 14,90, Angebote ab EUR 12,50

4,5 Punkte, empfehlenswert.
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3423247878, Erscheinungsdatum: Sept. 2010
Zoom ± Produkt-Bild: Schändung: Thriller

5 Kundenrezensionen:

weit weg von Erbarmen
2 Punkte 2 von 5 Punkten
Nach dem ersten Buch konnte ich kaum die Veröffentlichung des zweiten erwarten und wurde enttäuscht.Das Buch ließt sich meiner Meinung nach sehr zäh,die einzelnen Kapitel irgendwie abgehackt und selbst das Thema ist kein wirklich Fesselndes.
Mich hat das zu sehr an Bücher von Andreas Franz und den Film Hostel erinnert,welche auch das Thema gelangweilte Reiche ,die über dem Gesetz stehen,haben.
Vor allem konnte ich für Kimmie kein Mitleid aufbringen, die Begründung von der Seite des Autors für ihre Verbrechen in Jugendjahren hört jeder Leser heute in den Nachrichten(schlechte Kindheit,emotional verkümmert.....)Bei ihr wurde wenigstens versucht das "warum" zu erklären,der Hintergrund etwas beleuchtet,was bei den anderen Mitspielern völlig fehlt.Als Leser tappt man diesbezüglich völlig im Dunkeln.
Was Kimmie ohne Mitleid und aus purem Sadismus anderen angetan hat,wendete sich schließlich gegen sie selbst,was mich als Leser völlig kalt läßt.
Dieses Buch werde ich vor allem nach Erbarmen nur zögernd empfehlen.
Wann erscheint Band 3?
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Denn ich kann es kaum erwarten.

Erbarmen: Thriller fand ich schon sehr gut und hatte daher Schändung weit im Voraus vorbestellt, was ich normalerweise nie mache. Und auch von dem zweiten Krimi um Carl Morck bin ich hellauf begeistert! Jussi Adler-Olsen schafft es gekonnt, durch einzelne Sätze und Andeutungen Horrorszenarien zu erstellen, ohne auf Details eingehen zu müssen, wie es heutzutage in Krimis und Thrillern üblich ist und was mir echt gegen den Strich geht.

Carl Morck ist wieder der alte, liebeswerte Brummbär. Hinzugekommen zum Dezernat Q und somit zum Team ist Rose, eine Figur, mit der ich bisher noch nicht richtig warm geworden bin. Statt ihr so viel Platz einzuräumen, hätte ich lieber mehr über Assad erfahren, eine durch und durch interessante Figur, von der man nur einen Bruchteil weiß, aber ahnt, dass er eine düstere Vergangenheit hat.

Gut finde ich auch, dass die Beziehung zwischen Carl und seinem Freund und Kollegen, der nach einem "Schusswechsel", bei dem Carl auch dabei war, ganzkörpergelähmt ist, weitergeht. Zum Glück nimmt die Freundschaft die Richtung, die ich erhofft hatte, und bestimmt kann er Carl bei seinen Ermittlungen helfen. Allerdings steht noch zwischen ihnen, was damals bei dem "Unfall im Dienst" wirklich passiert ist. Auch hier kommen immer mehr Details heraus, die das Geschehen immer wieder in ein anderes Licht stellen.

Ein toller "neuer" Autor, von dem ich am liebsten schon nächsten Monat die Fortsetzung lesen würde.
Enttäuschende Fortsetzung
3 Punkte 3 von 5 Punkten
Nach dem sensationellen ersten Band konnte ich es kaum noch erwarten endlich zu erfahren, wie es mit dem außergewöhnlichen Ermittlerduo, welches ja in Schändung zum Trio wird, weitergeht. Inhaltlich ist ja schon alles gesagt, daher halte ich mich kurz: ich war sehr enttäuscht. Das Buch ist nicht annähernd so spannend wie das erste. Es liest sich ziemlich schwerfällig, ich finde es teilweise sehr anstrengend der Handlung zu folgen. Die Idee des Buches ist auf jeden Fall gut und zeigt einen Blick in menschliche Abgründe. Das war es aber auch schon. Einzig die Charaktere um Carl Morck bringen mich dazu drei Sterne zu vergeben. Ich hoffe der nächste Band (geplant sind ja 10) wird wieder besser :-(
Ergreifend abgründig und aufrüttelnd,weil irgendwie doch so realitätsnah...
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Dieses Buch geht ins Mark und treibt einem die Gänsehaut den Rücken hinauf. Es macht auch betroffen und nachdenklich,denn es spiegelt die Abgründe der menschlichen Seele und die Exzesse der Skrupellosigkeit und Verrohung in unserer "modernen" Gesellschaft.Die beim Lesen empfundene Realitätsnähe macht sogar Angst,auch und gerade weil sich die Verstrickungen bis in die höchsten Kreise ziehen... Insofern ist dieses Werk von J.Adler-Olsen nicht nur ein Thriller bester Güte,sondern schon auch ein Mahnmal bezüglich des Zustandes unserer Gesellschaft,eine Mahnung an unsere Verantwortung für die Zukunft unserer Kinder. Über den Inhalt wurde hier schon fast zu viel geschrieben-schade für diejenigen,die es noch lesen möchten. Ja,wieder ein Meisterwerk des Erfolgsautors,das uns hautnah mit den grausamsten Seiten unseres "Schattens" konfrontiert und durch die perfekte,lebensnahe Inszenierung das ganze Spektrum der Emotionen auslöst,die zu einem Spitzen-Thriller gehören,der uns in der Tiefe viel mehr sagen will,als die eigentliche Story hergibt... Obwohl von einem ganz anderen Genre,hat uns nur eine der Neuerscheinungen emotional noch tiefer ergriifen : Die tragisch-authentische Leidensgeschichte von B.Pachl-Eberhart "Vier minus Eins" ,die den Leser in eine völlig andere Art seelischer Abgründe reißt,ihn bis zur Grenze des Unerträglichen mit der Autorin leiden läßt,ihn auch auf einer anderen Ebene zur Selbstreflexion anregt und schließlich in eine Mut und Kraft spendende Perspektive mündet. Im Genre so unterschiedlich,in der Wirkung auf den Leser aber gleichermaßen wertvoll,wenn man bereit ist,auch das anzuschauen und zuzulassen,was diese Bilder des Grauens in uns auch an positiven Impulsen für unser Leben auslösen. Dies durch die dramaturgisch-schriftstellerische Leistung des Autors dem Leser emotional und mental zugänglich zu machen,wie bei diesen Büchern,die einen von der ersten bis zur letzten Seite "gefangen" halten,eben das macht wirkliche Meisterwerke aus - die dann zu recht Bestseller werden. Allen hier mitwirkenden Rezensenten und allen Lesern die besten Wünsche von Winfried und Ricarda Jaekel,Buchautorin im Land der Sonne und des Windes...
Ein vermeintlich gelöster Fall weckt das Interesse von Carl Mork
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Die Rorvig-Akte über einen Doppelmord landet auf Vizekommissar Carl Morks Schreibtisch. Das merkwürdige daran: Der Fall ist offensichtlich gelöst und der vermeintliche Mörder sitzt schon seit mehreren Jahren im Gefängnis. Was also soll das Sonderdezernat Q der dänischen Polizei damit, denn schließlich bearbeiten Carl Mork und sein Assistent Assad nur ungelöste Fälle? Als auf Nachfrage von Carl nicht geklärt werden kann, wer ihm die Akte auf den Schreibtisch gelegt hat, wird er neugierig und beginnt zusammen mit Assad mit den Ermittlungen. Tatkräftige Unterstützung erhalten sie von der neuen Kollegin Rose. Doch schnell müssen die Drei feststellen, dass ihre Ermittlungen in die höchsten Kreise der dänischen Gesellschaft führen und diese auf einmal massiv sabotiert werden. Doch gerade das spornt Carl und sein Team an, weitere Nachforschungen anzustellen. Doch dabei legen sie sich mit sehr mächtigen Gegnern an, die auch vor Mord nicht zurückschrecken.

Nach und nach lernt man in dem Thriller auch Kimmie Lassen kennen, die eine Schlüsselrolle inne hat. Sie gehörte damals zu einer Gruppe von Internatsschülern, die im Verdacht standen, den Doppelmord in 1980er Jahren begangen zu haben. Doch dank ihrer einflussreichen Eltern konnte dies nie bewiesen werden bis sich rund 10 Jahre später einer der Gruppe plötzlich der Polizei stellt und die beiden Morde gesteht. Seitdem sitzt er im Gefängnis, doch Carl und Assad kommen bei ihren Ermittlungen auch den anderen drei Männern immer näher und noch viel schlimmer: Alles deutet darauf hin, dass diese Gruppe außer dem Doppelmord noch unzählige Übergriffe und weitere Morde verübt haben. Doch diese drei Männer sind mittlerweile mächtige und sehr reiche Geschäftsleute und lassen so ihre Beziehungen spielen, um die Ermittlungen zu behindern. Doch auch Torsten, Ditlev und Ulrik stoßen dabei an ihre Grenzen, denn die einzige Frau der Gruppe, Kimmie Lassen, ist vor elf Jahren plötzlich abgetaucht und lebt seitdem auf der Straße. Sie könnte ihnen massiv schaden und so engagieren sie einen Privatdetektiv, um Kimmie aufzuspüren. Und auch Carl, Assad und Rose stellen bald fest, dass Kimmie eine wichtige Zeugin ist, die unbedingt gefunden werden muss.

In seinem zweiten Teil um den dänischen Vizepolizeikommissar Carl Mork und seinem Assistenten Assad thematisiert Jussi Adler-Olsen das Gefühl von grenzenloser Macht über andere wie auch die krankhafte Abhängigkeit zueinander. Eindringlich beschreibt er das menschenverachtende Verhalten der Gruppe, die sich ihren Kick holen, wenn sie andere Menschen quälen und foltern können. Und auch das schon an Größenwahn grenzendes Handeln von Ditlev, Ulrik und Torsten ist sehr nachvollziehbar umgesetzt. So gelingt es dem Autor wieder einmal, eine durchweg sehr beklemmende und äußerst fesselnde Stimmung aufzubauen. Zusätzlich schafft er es aber auch immer wieder sehr gut, diese Stimmung etwas aufzulockern, indem er seinen so unterschiedlichen Protagonisten witzige Dialoge in den Mund legt.

Die geschickt gelegten Wechsel bei den Erzählsträngen wie auch die komplex angelegte Story sorgen praktisch von der ersten Seite an für ein hohes Spannungspotential. Neben dem Erzählstrang von Kimmie verfolgt man natürlich die klassische und stellenweise auch recht unkonventionelle Ermittlungsarbeit des Sonderdezernats Q, wie auch den weiteren Handlungsstrang um Ulrik, Torsten und Ditlev. Und zusätzlich erfährt man wieder ein wenig mehr über das Privatleben von Carl Mork und lernt ihn so auch wieder ein wenig besser kennen.

Carl Morks Charakter ist immer noch genauso zynisch, sarkastisch und dickköpfig wie bereits im ersten Band und er verzweifelt auch nun wieder oft am gutmütigen, durch nichts zu erschütternden Charakter von Assad. Hinzu kommt jetzt auch noch die neue Kollegin Rose, die ziemlich burschikos ist und kein Blatt vor den Mund nimmt. So sind herrlich humoristische Wortwechsel vorprogrammiert, bei denen Carl mehr als einmal den Kürzeren gegenüber Rose und Assad zieht. Zudem sind auch alle weiteren Figuren facettenreich beschrieben und nicht nur Assad überrascht einen während des Thrillers mehr als einmal, sondern auch die anderen Figuren sind nicht vorhersehbar und überzeugend angelegt.

Fazit: Ein hervorragender, komplex angelegter und äußerst spannender Thriller mit einem Protagonisten, der durch seine Eigenarten einfach nur sehr sympathisch wirkt.
© 1998-2010 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: Tiere Essen

Tiere Essen von Jonathan Safran Foer

Gebundene Ausgabe von Kiepenheuer & Witsch
Preis bei Amazon: EUR 19,95, Angebote ab EUR 16,30

4,5 Punkte, empfehlenswert.
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3462040448, Erscheinungsdatum: August 2010, Auflage: 1., Auflage
Zoom ± Produkt-Bild: Tiere Essen

5 Kundenrezensionen:

Wertvoll,weil nicht missionierend und nicht urteilend über " Nichtvegetarier"
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Wir haben das Glück,seit einigen Jahren hier in der Traumwelt des hohen Nordens,in der letzten fast noch unberührten Wildnis Europas leben zu dürfen,getragen und inspiriert von der Energie einer noch gesunden Tier-und Pflanzenwelt. Ja,auch wir sind heute Vegetarier,d.h.,wir essen kein Fleisch,auch nicht Fisch,obwohl die Tiere hier noch gesund sind und,im Gegensatz zu ihren Artgenossen anderswo,unter wahrhaft paradisischen Bedingungen leben. Aber auch für uns war das ein langer Weg,denn noch vor 10 Jahren haben auch wir "Tiere gegessen". Es war eine zutiefst persönliche Entscheidung,die ganz tief drinnen in jedem von uns reifte und wirklich garnichts mit dem (sicher gut gemeinten)missionarischen Eifer mancher Autoren zu tun hatte. Eben auch deshalb gefällt uns dieses Buch,denn der Autor missioniert nicht,arbeitet nicht mit Schuldzuweisungen und verurteilt nicht diejenigen,die sich nach gängigen Maßstäben eben "normal" ernähren. Er berührt den Leser ganz tief auf der emotionalen und mentalen Ebene,indem er Tatsachen,Bilder und Erlebnisse sprechen läßt,die jeder für sich aufnehmen und nachempfinden kann. Dabei läßt der Autor alles offen - die Verarbeitung der Eindrücke und die bei manchem wachsende Motivation,sein Ernährungsverhalten zu überdenken,bleibt dem Leser überlassen. Es wird auch kein religiöser Hintergrund impliziert. Dadurch spricht er einen viel größeren Leserkreis an und gibt auch denjenigen die Möglichkeit,sich dem Thema zu öffnen,die sich vor den einschlägigen "Missionaren" des Genres verschließen So ist es durchaus in Ordnung,wenn mancher aus rein ernährungsphysiologischen Erwägungen zum Vegetarier wird,wozu auf eine sehr beeindruckende Weise die Bücher der russischen Ärztin Dr.Schatalowa anregen. Letztlich sind alle Wege gleichwertig,wenngleich die weltanschauliche Überzeugung für uns selbst das stärkste Motiv war und ist,wobei wir keiner Religionsgemeinschaft angehören und an keinen vorgegebenen Verhaltenskodex gebunden sind,außer an unsere eigene freie Entscheidung. Ja,dieses Buch ist wichtig,leistet es doch einen wertvollen Beitrag zu dem so dringenden Prozeß des Umdenkens,wie wir mit unserer Umwelt und allen Geschöpfen,die diesen schönen Planeten mit uns bewohnen,respektvoll umgehen. Schließlich geht es nicht nur um das Essen der Tiere,sondern um die meist qualvollen Bedingungen der Tierhaltung ,der Aufzucht und der Mast,die Mißhandlung beim Transport und die grausame Tötung in den Schlachthöfen,wobei letzteres im Buch nur angedeutet wird. In jedem,der sich auf dieses Buch einläßt,löst es etwas aus - man kann es nicht "mit Abstand" lesen - wenn es tatsächlich ein Bestseller ist,dann stimmt uns das für die Zukunft optimistisch,denn es zeigt,daß sich immer mehr Menschen diesem Thema öffnen. Hier,in der reinen Natur des hohen Nordens,erlebt man besonders intensiv die Verbundenheit aller Geschöpfe,geborgen in der höheren Ordnung,in dem Bewußtsein,daß wir alle aus der gleichen Quelle stammen. Winfried und Ricarda Jaekel,ganzheitliche Lebensberaterin und Autorin im Land der Sonne und des Windes...
Es gibt viele Bücher, die die Welt nicht braucht. Dieses ist garantiert keins davon!
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Wer - meiner Meinung nach - mit dem Vorstellungsvermögen eines normalen mitfühlenden Menschen die vielen dargestellten Grausamkeiten an unseren Mitgeschöpfen liest, dem kommen wie mir die Tränen und er schämt sich, zur Gattung Mensch" zu gehören. Wem es nicht berührt, der hat kein Herz in der Brust, was ich mir nicht vorstellen will.
Es war für mich, die ich seit ca. 15 Jahren keine Tiere mehr esse, eine erneute Bestätigung dafür, die einzig richtige Entscheidung getroffen zu haben.
Leider werden wir Vegetarier von den meisten unserer Mitmenschen noch immer bemitleidend belächelt ob des freiwilligen Verzichtes" von Fleischgenuss auf unserer Zunge. Deshalb ist es sehr wahrscheinlich, dass ebendiese Leute dieses Buch nicht lesen werden (die Gefahr ist viel zu hoch - dann müsste man vielleicht umdenken und sein Leben ändern!) Bleibt nur zu hoffen, dass es vielen Menschen in die Hände fällt, die sich noch Gedanken machen und auf der Suche sind ...

Hier einige Auszüge aus der Rezension des Verlages und verschiedener Medien, die ich nicht besser beschreiben und denen ich ausnahmslos zustimmen kann:

Foer stürzt sich mit Leib und Seele in sein Thema. Er recherchiert auf eigene Faust, bricht nachts in Tierfarmen ein, konsultiert einschlägige Studien und spricht mit zahlreichen Akteuren und Experten. Vor allem aber geht er der Frage auf den Grund, was Essen für Menschen bedeutet. Auch Foer kennt die trostspendende Kraft einer fleischhaltigen Lieblingsmahlzeit, die seit Generationen in einer Familie gekocht wird.
In einer brillanten Synthese aus Philosophie, Literatur, Wissenschaft und eigenen Undercover-Reportagen bricht Foer in ,Tiere essen' eine Lanze für eine bewusste Wahl. Er hinterfragt die Geschichten, die wir uns selbst erzählen, um unser Essverhalten zu rechtfertigen, und die dazu beitragen, dass wir der Wirklichkeit der Massentierhaltung und deren Konsequenzen nicht ins Auge sehen.
,Tiere essen' besticht durch eine elegante Sprache, überraschende Denkfiguren und viel Humor. Foer zeigt ein großes Herz für menschliche Schwächen, lässt sich aber in seinem leidenschaftlichen Plädoyer für die Möglichkeiten ethischen Handelns nicht bremsen. Eine unverzichtbare Lektüre für jeden Menschen, der über sich und die Welt - und seinen Platz in ihr - nachdenkt."

Der amerikanische Autor Jonathan Safran Foer holt mit seinem Bestseller ,Eating Animals' den Vegetarismus ins Zentrum der Gesellschaft. Nichts ist so unwiderstehlich wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist.'
Burkhard Müller, Süddeutsche Zeitung

Tiere essen ist nicht nur ein Buch gegen das Essen von Tieren, sondern eins gegen das Verdrängen. Eine Aufforderung, Zivilisation neu zu denken: nicht als Herrschaft der Starken über die Schwachen. Sondern als intellektuelle Fähigkeit, die Barbarei zugunsten von Empathie zu überwinden."
Kathrin Hartmann, Frankfurter Rundschau

Foers Buch ist der ehrliche Versuch eines aufgeklärten, gebildeten und sprachmächtigen Menschen, die einfache Frage zu beantworten: Welche Haltung von Tieren lässt sich mit menschlichem Verstand vereinbaren? (...) Foers Konsequenz ist die Entscheidung für den Vegetarismus. Das Kluge an dem Buch ist, es verlangt dem Leser diese Entscheidung nicht ab. Es missioniert nicht. Sein bescheidener und realistischer Appell lautet: Nicht mehr wegschauen."
Welt Online

Dieses Buch kann Ihre Essgewohnheiten ändern. Es ist ein leidenschaftliches Plädoyer."
Tages-Anzeiger

Eine brillante Mischung aus Recherchejournalismus und Autobiografie."
taz

Wenn ein Buch die Kraft hat, die Welt zum Fleischverzicht zu bekehren, dann ist es Tiere essen. Gerade weil es keine Bekehrungsschrift ist, kein rigoristisches Pamphlet, sondern ein skrupulöser Bericht, der seine Argumente nur tastend und zögernd entfaltet. Foer ist ein Günter Wallraff der Mastbetriebe und ein Philosoph, der den Ton trifft."
Frankfurter Allgemeine Zeitung

Es ist ein verstörendes und ein berührendes Dokument der Suche nach einem besseren Leben."
Der Spiegel

In Amerika sorgt das Neue Testament der Vegetarier-Bewegung seit Ende vergangenen Jahres für erhitzte Diskussionen. (...) Die Fakten in Foers Buch mögen nicht neu sein, doch in der geballten Zusammenstellung entfalten sie eine neue Wucht. Dabei verzichtet er auf jeden Furor und beschränkt sich auf genaue Beobachtungen."
Spiegel online

Sein Buch überzeugt nicht durch Statistiken, sondern durch erzählerische Suggestion."
Welt am Sonntag

Mit seinem spektakulären Buch über Massentierhaltung hat Jonathan Safran Foer in Amerika eine neue Vegetarier-Welle ausgelöst."
Brigitte

Mehrere Jahre lang recherchierte Foer in Mastställen und landwirtschaftlichen Betrieben. Vor allem aufgrund der Qualen, denen die Tiere bei Aufzucht und Schlachtung ausgesetzt sind, plädiert Foer eindringlich für: weniger Tiere essen."
Die Zeit

... ein aufrüttelndes Werk, in dem Foer beschreibt, unter welchen grausamen Bedingungen fast alle Tiere gehalten werden und welche Konsequenzen dies für unseren Planeten hat."
Freundin

Es ist das leidenschaftliche, an Gefühle wie an den Verstand appellierende Plädoyer für mehr Verantwortungsbewusstsein in dieser Welt."
Stern
Schonungslose Aufklärung - für den amerikanischen Markt!
4 Punkte 4 von 5 Punkten
"Tiere essen" ist ein wichtiger Beitrag zum bewussten Konsum von Fleisch. Der Author beschreibt anhand zahlreicher Beispiele wie "unser täglich Brot" produziert wird. Mich hat dieses Buch sehr stark bewegt und ich möchte es jedem weiterempfehlen.
Ein Manko bleibt jedoch: Jonathan Safran Foer beschreibt (selbstverständlich) ausschließlich die Zustände in der amerikanischen Massentierhaltung. Im Anhang werden vor allem zu den Statistiken die deutschen und europäischen Entsprechungen nachgeliefert. Die zahlreichen Geschichten von Freunden und Verwandten, aus Betrieben, von Farmen und Schlachthäusern spielen jedoch alle in der Vereinigten Staaten.
So sehr wir hoffen, dass es in Europa anders sein möge, gibt dieses Buch nur wenige Hinweise auf Unterschiede und Gemeinsamkeiten.
Ich kann nur hoffen, dass ein Author die europäische Massentierhaltung genauer unter die Lupe nimmt und veröffentlicht. Vielleicht gibt ja Jonathan Safran Foer der Anstoß zu diesem Bericht.
Intelligente, differenzierte und unterhaltsame Abhandlung über den Fleischkonsum unserer westlichen Gesellschaft
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Dieses Buch ist mit das beste, was ich zum Thema Fleisch essen / Fleischproduktion gelesen habe. Es gibt nur wenige Werke in diesem Bereich, die so konsequent ohne Polimik, belehrende Zeigefingermoral und platte Handlungsempfehlungen auskommen. Das ist wahrscheinlich auch dem Umstand zu verdanken, dass es nicht aus Sicht eines Vegetariers geschrieben ist - Foer zeigt sich zwar zu Beginn des Buches dem Vegetarismus in Phasen zugeneigt, aber in der Praxis als bekennender Allesesser, der auch einfach nicht die Zeit hat, sich eingehend mit dem Thema zu beschäftigen - wie wohl die meisten Menschen (3 Jahre Recherche stehen für sich).
Viele in der Presse erschienene Artikel versuchen, "Tiere Essen" auf platte Slogans wie "Foer sagt: Wir sollten alle Vegetarier werden" zu reduzieren, das wird dem Buch aber nicht gerecht. Wenn man einen Slogan wählen müsste könnte er sein "Ich esse gerne Fleisch, aber wo kommt es her und was bedeutet das?"

Das Buch beginnt dementsprechend auch mit ein paar Anekdoten Foers dazu, welche Rolle der Fleischverzehr in unserer Kultur spielt, dass er mehr ist (oder sein sollte) als reine Nahrungsaufnahme. Dass er in der Vergangenheit einherging mit einem gewissen Respekt gegenüber der Kreatur, die für ein leckeres Mahl ihr Leben geben musste und er damit gut leben konnte.

Ab dann beginnt er, die heute vorherrschenden Verhältnisse zu beschreiben, und die sind erschreckend: In der modernen Massentierhaltung zählt ein Tier nichts! Und diese bringt 99% der geschlachteten Tiere hervor. Jede noch so perverse Maßnahme wird von Herstellern (und Regierung und Lobby-Gruppen) geduldet, solange Sie nur den Profit erhöht. Ein Beispiel: Viele Tiere werden bewusst so gezüchtet, dass Ihre Körper die ohnehin schon kurze Lebensdauer gar nicht nennenswert überschreiten könnten, weil Ihre degenerierten Körper nur auf ein schmerzhaftes Maximum an Fleisch-Ertrag ausgelegt und damit meist ernsthaft krank sind. Ohne künstliche Befruchtung würden sie aussterben - und das ist nicht die Ausnahme, das ist die Regel. Das Ergebnis ist ein äußerst zweifelhaftes Produkt, das im besten Fall nicht schmeckt und im schlechtesten Fall krank macht, viel Energie kostet und in jedem erdenklichen Sinne der Umwelt schadet. Wenn man einen Funken Empathie im Leib hat, dann macht einen dieser Abschnitt zumindest sauer.

Das ist aber im Großen und Ganzen nicht neu, solche Informationen kann man sich problemlos zusammen-googeln. Das erfrischende ist vielmehr, dass dieser Abschnitt die Sicht vieler mit der Fleischproduktion verbundenen Menschen wiedergibt: Tierzüchter, Tierrechtsaktivisten, Schlachthofbetreiber und Hilfsarbeiter kommen zu Wort. Und hier erkennt man das eigentliche Dilemma: Die jetzige Situation will eigentlich so ziemlich niemand (außer den Fabrikbesitzern und korrupten Politikern vielleicht). Die Tierzüchter selbst beklagen ihre ausweglose Lage, in der sie eigentlich nur die Wahl haben, Tiere zu quälen oder pleite zu gehen - weil der Verbraucher eben die Massentierhaltung belohnt.
Das war für mich auch der beste Teil im Buch, da ich aufgrund meiner Vorkenntnisse den Viehhaltern eigentlich pauschal jede Fähigkeit zu moralischem Handeln absprach. Hier kommen aber auf einmal Leute zu Wort, die zwar pro Jahr mehrere tausend Truthähne schlachten lassen, die aber trotzdem an ihren Tieren hängen und mir in Bezug auf die Gesamtsituation aus dem Herzen sprechen. Ich musste meine Einstellung korrigieren - also müsste man doch eigentlich das System ändern können, oder?

Hier setzt Foer dann auch an, in seinem Fazit-ähnlichen Kapitel "Tun", in dem er aktuelle Bestrebungen von Bio-Bauern beschreibt und einen Ausblick gibt, ob es nicht möglich ist, dass Tierschutzorganisationen und -anhänger wie PETA und Viehzüchter mit ethischen Ansprüchen am gleichen Strang ziehen, um zumindest der Massentierhaltung Grenzen zu setzen. Ein intelligentes Plädoyer, um die unsinnigen Fronten abzubauen, die zwischen Vegetarieren und "moralischen Fleischessern" herrschen. Das Thema ist emotional nun mal so belastet, dass sich normalwerweise Parteien bekriegen, die im Grunde eigentlich das selbe wollen: Das Leid der Tiere verringern.

Und so hoffe ich, dass dieses Buch die Leute aufrüttelt, sich mehr mit der Herkunft ihres Essens zu beschäftigen. Wie gesagt, der Tenor ist nicht "Fleischesser sind dumme Barbaren" - Foer selbst sagt in einem Interview, er halte es für unrealistisch, dass die Vegetarierquote auf über 20% klettert. Vielmehr erhoffe er sich, dass 90% der Menschen sich bewusster für Ihre Nahrung entscheiden, denn damit wären eigentlich schon die schlimmsten Probleme gelöst, eine wie ich finde intelligente Einstellung, Missionierung Fehlanzeige. In diesem Sinne auch meine Lieblingsstelle des ganzen Buches, der ich mich anschließe und deren Geist in jeder Zeile steckt (geschrieben vom Truthahnzüchter Frank Reese):
"Ich bin kein besserer Mensch als andere, und ich will niemanden überreden, nach meinen Überzeugungen zu leben. Ich will Sie dazu bringen, nach ihren eigenen Überzeugungen zu leben."

--> kaufen, lesen, weiterempfehlen.

P.s.: Foer konzentriert sich natürlich insbesondere auf den US-amerikanischen Markt - die im Buch beschriebenen Fakten sind mit über 60 Seiten Quellenverweisen belegt. Leser der Deutschen Ausgabe dürfen sich aber auch über 15 Seiten Erläuterungen freuen, welche die Unterschiede zu Verhältnissen in Deutschland beschreiben.
Ein Aufruf zur Vernunft
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Ich bin seit vielen Jahren Vegetarier. Ich wurde zum Vegetarier als ich mich, im jugendlichen Alter, mit der Frage beschäftigte woher unser Fleisch kommt. Der Weg führte mich in einen Buchladen und auch ins Internet. Je mehr ich über das Thema Fleisch gelesen habe, umso nachhaltiger ist mir der Appetit vergangen. Hoffentlich für immer.

Wer nun versucht möglichst nach den Geboten des jüdischen Glaubens zu leben für den ist ein vegetarisches Leben ohnehin einfacher. Um Fleisch zu bekommen das, nach religiösen Gesichtspunkten, einwandfrei geschlachtet worden ist muss der Mensch schon weit fahren. In meinem Falle nach Antwerpen. Dann doch lieber gar kein Fleisch.

Jonathan Safran Foer hat in seinem Buch Tiere essen ein grossartiges Plädoyer für den (auch religiös motivierten) Vegetarismus gehalten. Foer hat früher gerne mal Fleisch gegessen. Mit der Geburt seines Sohnes aber hat ihn das Thema ethisches Essen nicht mehr losgelassen. Das Buch Tiere essen ist ein Ergebnis der Beschäftigung mit dem Thema ethisches Essen.

Wie schon die Romane von Jonathan Safran Foer konnte ich auch sein erstes Sachbuch kaum aus der Hand legen. Diese Dichte in der Sprache. Diese Diskussion ganz verschiedener Aspekte. Diese ganz persönliche Weise zu schreiben macht Foer so glaubwürdig.

Wer Fleisch weiterhin geniessen will sollte Tiere essen vielleicht besser nicht lesen. Wer es unbequem findet sich mit der Herkunft unserer Nahrung zu beschäftigen sollte sich lieber andere Lektüre suchen.

Wer aber ein ethisches Verhalten, auch beim Thema Essen erlernen will dem ist das neueste Buch von Jonathan Safran Foer sehr zu empfehlen. Aber Vorsicht: Tiere essen verändert den Menschen. Es macht ihn nachdenklicher. Ein Stück Unbeschwertheit und Selbstbetrug ist nach der Lektüre nicht mehr möglich.
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Eine unbeliebte Frau von Nele Neuhaus

Broschiert von List Tb.
Preis bei Amazon: EUR 8,95, Angebote ab EUR 4,80

4 Punkte, empfehlenswert.
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3548608876, Erscheinungsdatum: Mai 2009
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5 Kundenrezensionen:

Spannend bis zuletzt
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Ein sehr Spannender Krimi der immer wieder neue überraschende Details offeriert.
Lediglich die Suche nach dem vermissten Kind wird zu beiläufig behandelt.
Ansonsten sehr zu empfehlen.

Andrea Eckert
Knapper Durchschnitt
2 Punkte 2 von 5 Punkten
"Eine unbeliebte Frau" kann mir, entgegen aller hier schon abgegebenen positiven bewertungen, nicht beliebter werden. Zu pferde- und reiterinnenlastig, wobei man sich fragt, was das ganze mit dem stoff zu tun hat. Ohne ginge es auch. Schnell, oft zu schnell wechselnde handlungsstränge, die optisch vom verlag her nicht sichtbar werden und das lesen erschweren. Sehr künstliche handlung, wenig realitätsnah, vor allem was die nicht- verfolgung der straftaten "entführung, freiheitsberaubung, schwere körperverletzung (kastration)" u.a. anbelangt. Die ermittler bleiben blasse figuren "ohne ecken und kanten", sprich: ohne eigene perönlichkeitsprofile.
Stilistisch keine offenbarung für eine autorin, die laut "waschzettel" auch Germanistik studiert hat. Sie sollte lieber pferdebücher für vorrangig weibliche teenies schreiben, denn da passt auch die oft doch recht triviale ausdrucksweise besser.
Das Erste - das Letzte?
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Nele Neuhaus ist mir eigentlich aufgefallen, weil ich irgendwann im Buchladen stand, "Schneewittchen muss sterben" in den Fingern hielt, den Text auf dem Buchrücken las und dachte: "Och, hört sich nett an". Da ich aber nicht unbedingt Buch Nr. 4 vor Buch Nr. 1 gelesen haben wollte, musste ich also an den Beginn der Reihe zurück - "Eine unbeliebte Frau".

Und genau eben genanntes Buch ist ein recht solider Krimi geworden. Die Ermittler Oliver von Bodenstein und Pia Kirchoff haben es in ihrem ersten Fall im Taunus gleich mit einem Selbstmord und einem Mord zu tun. Charmant und recht dörflich geht es zu, die Ermittlung nimmt jedoch rasant ihren Lauf, schnell gibt es gleich mehrere Mordverdächtige.

Das große Plus: Die beiden Hauptcharaktere wirken nicht aufgesetzt, sind tiefgründig genug für eine gute Serie angelegt und auch die Story und ihre Auflösung kommen (wenn auch ein wenig bieder) glaubwürdig daher.

Insgesamt eine kurzweilige Mördersuche die (nicht nur) Tatort-Fans begeistern wird, manchmal vielleicht ein Eckchen zu viel viel an Geschehen, was da auf 381 Seiten zusammenkommt, auch an Verbrechen (was eine der Hauptfiguren auch selbst feststellt, siehe S.381), aber insgesamt noch sehr unterhaltsam.
Solide Vier-Sterne-Krimiunterhaltung.

Und zur Antwort der Frage in der Überschrift:
Nette Krimilektüre, Teil 2 werde ich bestimmt irgendwann lesen, schon allein weil Teil 4 scheinbar ein echter Hammer sein soll und ich gute deutsche Krimis eigentlich mag.
Türme, Treue und Turniere
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Inhalt:
Pia Kirchhoff hat sich nach 16 gemeinsamen Jahren von ihrem Mann getrennt und ist nun wieder ins Berufsleben bei der Kriminalpolizei eingestiegen. Ihr erster eigener Fall im neuen Job führt sie zur Leiche eines Mannes, der sich suizidiert hat. Am selben Tag wird auch die Leiche einer jungen Frau, Isabel Kerstner, gefunden, die sich offenbar von einem Turm gestürzt hat. Pia und Kriminalhauptkommissar Oliver von Bodenstein stoßen bereits am Fundort der Leiche auf Ungereimtheiten: Wo ist der zweite Schuh der Leiche? Wieso hatte sie noch das Auto betankt und Einkäufe erledigt? Und wieso hatte sie 5000 Euro dabei? Bald wird klar, dass Isabel bei sämtlichen Frauen in ihrer Umgebung äußerst unbeliebt war und sie jedem Mann den Kopf verdreht hatte. Motive und Verdächtige gibt es somit genug, und die Polizei sucht fieberhaft nach der Wahrheit.

Mein Eindruck:
'Eine unbeliebte Frau' ist der erste Krimi von Nele Neuhaus, doch bereits der dritte, den ich von ihr gelesen habe. Ihre Protagonisten sind - wie gewohnt - sehr real und anschaulich beschrieben, vor allem die Ermittler Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein sind glaubwürdig und sympathisch. Neuhaus gelingt es, dass wirklich jeder verdächtig scheint und ein Motiv für das Verbrechen hätte. Insgesamt sind die Handlung und die Auflösung des Mordes sehr komplex, aber nicht überladen oder unnachvollziehbar. Zudem ist der Krimi sehr flüssig geschrieben, sehr spannend und ein absolut ungetrübtes Lesevergnügen.

Mein Resümee:
Uneingeschränkt empfehlenswert!
nicht schlecht
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Für ein Erstlingskrimi nicht schlecht. Geschichte interessant, teilweise spannend.
Handlungsort Pferdeklinik, Reiterhof, Reiterhof, Pferdeklinik.
Kommissar und Kollegin recht sympatisch dargestellt.
Habe mir noch den Nachfolgekrimi bestellt, da ich glaube,
dass noch viel Potenzial für einen richtig guten Krimi vorhanden ist.
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Leichenblässe von Simon Beckett

Taschenbuch von rororo
Preis bei Amazon: EUR 9,95, Angebote ab EUR 5,50

4 Punkte, empfehlenswert.
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 349924859X, Erscheinungsdatum: Juli 2010, Auflage: 2
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Aus der Amazon.de-Redaktion


Thrillerautor Simon Beckett ist zurück, und mit ihm natürlich der Held seiner ersten beiden Bestseller, der forensische Anthropologe David Hunter. In Leichenblässe reist Hunter nach seiner Genesung von einem Mordanschlag auf Wunsch seines Lehrers Tom Lieberman nach Tennessee und sieht sich mit einem skrupellosen Serienmörder konfrontiert, der die beiden Wissenschaftler auf ihrem eigenen Spezialgebiet in die Irre führt.
Eigentlich möchte David Hunter nach seiner Genesung nur ein wenig auf andere Gedanken kommen und folgt daher der Einladung seines Mentors Tom Lieberman an dessen Forschungsinstitut nur allzu gerne. Doch schon bald ist es mit Forschung alleine nicht mehr getan. Lieberman soll die stark verweste Leiche eines Mordopfers untersuchen. Der gesundheitlich stark angeschlagene Lieberman bittet seinen Freund Hunter, ihm bei der Arbeit zu helfen. Dessen Anwesenheit stößt bei den Agenten des Tennessee Bureau of Investigation und beim zuständigen Pathologen auf eisige Ablehnung. Doch Lieberman boxt seinen ehemaligen Schüler allen Widerständen zum Trotz durch. Schnell stellen sich Probleme bei der Untersuchung der Leiche ein. Die Todesursache ist nicht eindeutig zu klären, der Zeitpunkt des Todes ist unklar, was die Anthropologen am meisten überrascht, merkwürdige Fingerabdrücke werden gefunden und die Identifikation des Opfers birgt ungeahnte Schwierigkeiten. Nichts an der Leiche und am Fundort ist so, wie es sein sollte. Zu allem Überfluss rennt den Ermittlern die Zeit davon, denn weitere Opfer tauchen auf. Hunter und Lieberman wird klar, dass der Täter mit ihnen spielt und ein ganz bestimmtes Ziel verfolgt. Beide ahnen jedoch nicht, dass sie selbst in tödlicher Gefahr schweben.
Simon Beckett hat ein weiteres Meisterstück eines Pathologie-Thrillers abgeliefert. Reich an überraschenden Details und mit einem furiosen und dramatischen Showdown ausgestattet, bietet Leichenblässe alles, was der Krimileser mit Recht erwarten darf. Die Täterperspektive als dramaturgischer Kniff ist zwar nicht mehr neu, doch Beckett verwendet dieses Mittel sehr sparsam und äußerst virtuos, um Einblicke in die komplexe Psyche des Mörders zu geben, durchaus aber auch, um falsche Fährten zu legen. Wer Beckett bisher noch nicht kannte, wird sich begierig auch auf dessen beide ersten Thriller Die Chemie des Todes und Kalte Asche stürzen. Intelligente atemberaubende Spannung! --Ulrich Deurer
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5 Kundenrezensionen:

Starker 3. Teil
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Nachdem mich der zweite Teil der Hunter-Reihe nicht so zu überzeugen vermochte wie seine Geburt in "Chemie des Todes", war "Leichenblässe" wiederum fesselnde Lektüre von Anfang bis Ende. Stärker wieder als in Teil 2 ziehen sich Hunters persönliche Schwächen und die Geister seiner Vergangenheit wie ein roter Faden durchs Buch. Seine inneren Kämpfe werden noch verstärkt durch seinen Aufenthalt in Amerika, der ihn - trotz alter Freunde - zu einem Außenseiter macht; mehr noch, die amerikanischen Ermittler lassen ihn eher unwillig an der Untersuchung teilnehmen, anstatt sich vor seinen überlegenen Kenntnissen zu verbeugen. In "Leichenblässe" ist Hunter nicht länger der allwissende Lehrer, vielmehr folgt er den Fußstapfen seines ehemaligen Professors.

Hunters Selbstzweifel, seine oft negative Grundeinstellung gegenüber neuen Bekannten und der kalte Wind, der ihm von Seiten der Ermittler ins Gesicht weht, lassen ihn menschlicher, fehlbarer wirken als in Teil 2, und das kommt dem Buch meiner Ansicht nach sehr zu Gute. Gleichzeitig stellen seine realistischen Schwächen einen guten Kontrast dar zum psychopathischen Serienmörder, der sein Unwesen zwar hier auf die nähere Umgebung der Body Farm konzentriert, der mit ähnlichen Psychosen und in ähnlichem Ausmaß aber durchaus schon Kinozuschauer in seinen Bann gezogen hat.

Die Handlung nimmt fast von Beginn an Fahrt auf, und gerade auch der Schauplatz um die Body Farm entwickelt eine ganz eigene Dynamik, die den Spannungsbogen hochhält und die Seiten nur so vorbeifliegen lässt. Alles in allem ein gelungener dritter Teil, der an die Stärken von Teil 1 anknüpft.
Spannend von der ersten bis zur letzten Seite
5 Punkte 5 von 5 Punkten
David Hunter wird zu seinem 3. Fall gerufen: er soll einem alten Freund bei der Aufklärung eines Mordes helfen. Anfangs noch von Selbstzweifeln und Ängsten geplagt, vergräbt sich David immer mehr in den Fall...

"Leichenblässe" ist meiner Meinung nach das bisher beste Buch der "Hunter-Reihe". Diesmal schafft der Autor es, von Anfang bis zum Ende Spannung zu erzeugen und auch das Ende ist wie bei "Chemie des Todes" und "Kalte Asche" überraschend, überrumpelnd und irritierend. Allerdings auch ziemlich surreal.

Anders als bei den ersten beiden Büchern werden in diesem Buch auch immer mal wieder die Gedanken des Mörders beschrieben, irritierender Weise in der "Du-Perspektive".

Lohnt sich zu lesen!
Stark!!!
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Wieder mal ein starkes Buch von Simon Beckett. Allein der Einstieg auf der "Bodyfarm" lässt einem die Haare zu Berge stehen, und auch danach liefert der Autor wieder einen Thriller in altbewährter Qualität.
Topp!
Etwas schwächer...
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Der dritte Teil ist wieder sehr angenehm zu lesen und läßt sich nur schwer aus der Hand legen. Mir waren jedoch etwas zu viele "Selbstzweifel" der Titelfigur enthalten und etwas zu wenig Spannung (im Vergleich zu den Teilen 1 +2). Trotzdem würde ich auch einen 4.Teil unbedingt kaufen. Simon Beckett schafft nämlich etwas gar nicht so einfaches.... anspruchsvoll und trotzdem leicht lesbar zu schreiben.
Interessant und lehrreich
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Dieses Buch hat mich nicht unbedingt durch die Spannung (wie in den anderen Büchern von Simon Beckett) überzeugt, sondern durch die vielen Asprekte der Anatomie/Anthropologie. Durch dieses Buch habe ich viel gelernt. Es ist wirklich lesenswert!
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Produkt-Bild: Vergebung (3): Roman: Millennium Trilogie 3

Vergebung (3): Roman: Millennium Trilogie 3 von Stieg Larsson

Taschenbuch von Heyne Verlag
Preis bei Amazon: EUR 9,95, Angebote ab EUR 4,79

4,5 Punkte, empfehlenswert.
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3453434064, Erscheinungsdatum: Mai 2009
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Aus der Amazon.de-Redaktion


Lisbeth Salander hat es wieder einmal nicht geschafft. Mit einer Axt hat die Ermittlerin versucht, ihrem Erzeuger und ewigen Erzfeind Alexander Zalatschenko das Leben zu nehmen, aber der skrupellose Kriminelle, der seine Tochter zuvor lebendig begraben hatte, überlebt und jagt Salander zudem noch eine Kugel in den Kopf. Nun liegen beide mit schweren Verletzungen, aber genesend, fast Tür an Tür im selben Krankenhaus. Derweil versucht Salanders Kollege Mikael Blomkvist, Salander vom Vorwurf des dreifachen Mordes reinzuwaschen ? und sticht dabei in ein wahres Wespennest aus Korruption und krimineller Energie. Und er stößt auf ein gewaltiges Komplott von Mächten, die seine Ermittlungen empfindlich zu behindern suchen. Dann gibt es weitere Morde?
Als Verblendung, Verdammnis und Vergebung des schwedischen Journalisten und Herausgebers der Zeitschrift EXPO, Stieg Larsson, als Krimi-Trilogie in Deutschland erschien, war das auch hierzulande eine kleine Sensation. Denn der Experte für Rechtsradikalismus und Neonazismus hatte mit den drei Bänden einen Maßstab gesetzt, der zeigen konnte, wohin die Reise des modernen Thrillers gehen kann. Vergebung als Abschluss der Trilogie zeigt dies vielleicht eindinglicher als die beiden Bände zuvor: Denn so atemberaubend spannend wie dieses Buch ist lange keines mehr gewesen.
2004 erlag Stieg Larsson im Alter von nur 50 Jahren unerwartet einem Herzinfarkt. Was er an schmalem Werk aber hinterlassen hat, gehört zum besten, was die Krimiliteratur in letzter Zeit zu bieten hatte. -- Stefan Kellerer
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5 Kundenrezensionen:

Geheimnisse der schwedischen Regierung...
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Am Ende des 2. Band wird Lisbeth schwerverletzt ins Krankenhaus eingeliefert. Ihr Vater -und Feind- Zala lebt ebenfalls noch. Nun muss Mikael Lisbeths Unschuld beweisen, bevor eine Gerichtsverhandlung ansteht.
Stieg Larsson gelang es wieder einmal, Spannung vom ersten Kapitel an bis zum Schluss aufzubauen. Wer Vergebung liest, sollte auch zuvor die beiden ersten Teile, Verblendung und Verdammnis, oder wenigstens den zweiten, gelesen haben. Vergebung macht genau da weiter, wo Teil 2 aufhört. Natürlich spielen hier wieder alte Bekannte sowie neue Feinde und Personen eine Rolle. Obwohl mehrere neu eingeführt werden, kommen einem diese nicht Fehl am Platz vor; viele Nebenhandlungen entstehen, und obwohl Lisbeth im Krankenhaus liegt, und scheinbar selbst nichts verrichten kann, dreht sich nicht Alles einzig und allein nur um Mikael Blomkvist.
Die Ermittlungen und Nachforschungen wegen Lisbeth führen später sogar bis in die schwedische Regierung, die in der Vergangenheit scheinbar etliche illegale Aktionen durchgeführt hat...
Alle Handlungsstränge sind von Stieg Larsson sehr geschickt und vielschichtig verknüpft, die Übersetzung ins Deutsche finde ich sehr gelungen. Ich würde also abschließend zu dem Schluss kommen, dass man Larssons Millenium-Trilogie lieber als Ganzes ansieht (und liest), um einfach eine bessere Verständnis zu den Personen zu erhalten und um bestimmte Schlüsse besser nachverfolgen zu können.
Von mir gibt es für den (offiziell) letzten Teil 5 Sterne, da ich Stieg Larssons Trilogie mit viel Interesse und Spannung gelesen habe und dabei nie Langeweile aufgekommen oder unnötige Streckungen der Story vorgekommen sind. Daher halte ich die Millenium-Trilogie zu Recht als eine der besten Thriller der letzten Jahre.
Absolut empfehlenswert!!!!
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Absolut empfehlenswert!!!! Habe die drei Bände quasi gefressen. Bestellt dieses Buch bzw. diese Bücher, Ihr werdet es nicht bereuuen!
Super Trilogie
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Es ist ein Jammer das dieser Schriftsteller nicht mehr unter uns ist. Bin eine richtige Leseratte, vor allem Thriller. Lese alles von Katzenbach bis Vandenberg. Viele Trilogien habe ich gelesen unter anderem die von Simon Beckett. Was Stieg Larsson hier abgeliefert hat ist oberste Spitzenklasse. Spannend von Anfang bis zum Ende. Das sind Bücher, wenn du die fertig gelesen hast musst du zuerst mal tief durchatmen. Obwohl das ja richtig dicke Dinger sind, ist man traurig wenn man sie, wie ich, ganz schnell gelesen hat. Wenns mehr Sterne geben würde, bekäme er von mir Stück. Toll, muss man gelesen haben.
Tolles Ende
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Ich finde dieses Buch ist der glaenzende Abschluss der Trilogie. Ich konnte es nicht erwarten endlich dieses Buch zu lesen und als ich es dann las war es so spannend geschrieben das ich mir wuenschte es wuerde niemals aufhoeren. Dieses Buch brachte mich zum Lachen und Weinen, und es machte mich auch wuetend und traurig.Kurz,es weckte Emotionen wie ich es selten zuvor bei einem Buch erlebt habe.
Der Brotbelag schwedischer Journalisten ist für die Story unerheblich
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Kurz & knapp:
Larson hält die Spannung.
Ohne die Handlung zu beeinflussen, hätte das Buch gut 100 - 150 Seiten kürzer sein können.
Der Brotbelag schwedischer Journalisten ist für die Story unerheblich.
Ein wenig zuviele irrelevante Nebenstränge.
Dieses "Ausschmücken" machen gerade den 1. Teil (dessen Story auch etwas schwach ist) sehr zäh und langatmig.
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Produkt-Bild: Verblendung (1): Roman

Verblendung (1): Roman von Stieg Larsson

Taschenbuch von Heyne Verlag
Preis bei Amazon: EUR 9,95, Angebote ab EUR 4,08

4 Punkte, empfehlenswert.
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3453432452, Erscheinungsdatum: Mai 2007, Auflage: Vollst. dt. Taschenbuchausgabe.
Zoom ± Produkt-Bild: Verblendung (1): Roman

5 Kundenrezensionen:

Spannend bis zum Schluss
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Gänsehaut pur erlebt man bei diesem ersten Teil der Larsson-Sage. Eine klug gestrickte Geschichte, die einen nicht mehr loslässt. Wenn man einmal angefangen hat zu lesen, besteht Suchtgefahr, auch noch die letzen beiden Titel zu kaufen. Unbedingte Empfehlung
Verblendung
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Selten ein sooo gutes Buch gelesen. Wer es ganz spannend mag, sollte sich dieses Buch unbedingt zulegen.
Langweilig und langatmig
2 Punkte 2 von 5 Punkten
Das Buch schien durch die lange Platzierung in den Bestsellerlisten und der Verfilmung vielversprechend. Als ich es dann empfohlen bekam, kam ich nicht mehr drum herum. Ich lese unglaublich gerne Krimis, bin aber eine anspruchsvolle Leserin, denn wenn man sich mit Krimis und Thrillern etwas auskennt, werden Handlungen und Bücher schnell vorhersehbar. So wie dieses. Es war langweilig, der Protagonist schräg und unsympathisch und gerade die ersten, hmm, 200 Seiten tot langweilig. Aus Lisbeth hätte der Autor weit mehr herausholen können und der Plot um das Magazin Millenium ist das langweiligste und langatmigste von allem.
Unterm Strich, ich habe es nicht fertig gelesen, werde mir die anderen Teile auch nicht kaufen und kann nicht verstehen, wieso ein so langweiliges Buch so viel Anklang findet... Aber Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden.
öde,
2 Punkte 2 von 5 Punkten
Mit Freude habe ich mich auf das Buch gestürzt, hatte im Vorfeld den Film gesehen und war begeistert.
Mit hoher Erwartung begann ich zu lesen und war schnell enttäuscht. Viele belanglose Handlungsstränge Beziehung zu Erika, Cecilia (kommen im Film nicht vor - meiner Meinung auch überflüssig). Die Story wirkt oft gewollt, zwanghaft, nicht fließend. Spannung kommt kaum auf bis der Auftrag von Vanger erteilt wird, befindet man sich auf Seite 1XX und bis Mikaels Ermitlungen überhaupt in Fahrt kommen auf Seite 3XX. Man hätte getrost auf die Hälfte des Buches verzichten können.
Das seine Tochter einfach mal so nebenbei das Rätsel mit den "Telefonnumern" löst "naja" im Film viel besser gelöst. Nur ein Bsp. für einen unglücklichen Handlungsstrang. Das Buch kann man sich getrost sparen - besser den Film gucken, da läuft man keine Gefahr das einem vor Langeweile das Gesicht einschläft, oder frustriert das Buch in die Ecke zu werfen :-D
Richtig gutes Buch
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Habe dieses Buch im Urlaub angefangen und nahezu in einem Rutsch innerhalb von wenigen Tagen durchgelesen. Nur zu empfehlen !!!
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Produkt-Bild: Verdammnis (2): Roman: Millennium Trilogie 2

Verdammnis (2): Roman: Millennium Trilogie 2 von Stieg Larsson

Taschenbuch von Heyne Verlag
Preis bei Amazon: EUR 9,95, Angebote ab EUR 4,66

4 Punkte, empfehlenswert.
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3453433173, Erscheinungsdatum: August 2008
Zoom ± Produkt-Bild: Verdammnis (2): Roman: Millennium Trilogie 2

5 Kundenrezensionen:

Spannung pur
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Dieser 2. Teil hat mir am Besten gefallen. Er ist so spannend, auch gesprochen, dass man kaum aufhören kann, zuzuhören.
Toller Krimi mit einzigartigen Protagonisten
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Dieses Buch hat mich förmlich an meinen Lesesessel gefesselt. Ich war ja schon von dem 1.Teil, "Verblendung", sehr begeistert. Doch "Verdammnis" übertraf alle meine Erwartungen. Lisbeth Salander ist eine der beeindruckensten und interessantesten Personen von denen ich je in einem Buch gelesen habe. Ein großes Lob an Stieg Larsson und seine tolle Schreibweise. Noch nie zuvor konnte ich mir die Personen in einem Buch so gut vorstellen. Mir kam es fast so vor als würde Mikael Blomkvist, Erika Berger oder Lisbeth Salander dirket vor mir stehen.
Schon allein Lisbeth Salander war es wert, dieses Buch aufzugreifen, zu lesen und tiefer in Lisbeth Salanders grausame Vergangenheit einzutauchen. Ich war ,und bin, begeistert und muss glaub ich nicht mehr erwähnen das ich ein euphorischer Lisbeth-Salander-Fan bin!
Absolute Kaufempfehlung !
Verdammnis - wieder eine schlaflose Nacht
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Das zweite Buch von Stieg Larsson Verdammnis hat mich genauso in den Bann gezogen wie das Erste. Es geht mehr oder weniger beschaulich los. Lisbeth treibt sich in der Weltgeschichte herum und taucht wieder in Schweden auf. Man muss diese Bücher übrigens in der richtigen Reihenfolge lesen, da die Handlung aufeinander aufbaut, sonst kommt man nicht mit. Mikael Blomkvist möchte ein Buch herausgeben, welches brisante Details bezüglich des Mädchenhandels in Schweden aufdecken soll. Sein Buchautor und dessen Partnerin werden ermordet. Am Tatort wird die Mordwaffe gefunden und auf der befinden sich die Fingerabdrücke von Lisbeth Salander. Der Betreuer von ihr wird auch noch ermordet aufgefunden und es sieht nicht gut aus. Lisbeth taucht ab. Mikael glaubt an ihre Unschuld. Spannend bis zum bitteren Ende. Es war mal wieder eine Lesenacht bis halb drei. Ich konnte das Buch vorher nicht aus den Händen legen. Die Schleichwerbung für IKEA und sonstiges muss man einfach ignorieren.
Wo ist der "klassische" Krimi?
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Im Vergleich mit dem ersten Teil fehlt mir in "Verdammnis" die "klassische" Krimihandlung. Der abgeschlossene Raum für das Verbrechen (die von der Umwelt abgeschnittene Insel), der begrenzte Täterkreis, den man nach und nach kennenlernt, das Verfolgen der Hinweise, usw.

Noch mehr als im ersten Teil konzentriert sich Larsson auf seine Hauptfiguren Blomkvist und Salander, vor allem die Vergangenheit letzterer spielt die Hauptrolle in dem Roman. Leider weiß man aber schon sehr früh, wer (zumindest so in etwa) die Morde begangen hat, die Spannung aus dem ersten Teil mit der Mördersuche fehlt so über weite Strecken.

Überzeugt hat mich wie schon im ersten Teil die detailgenaue Beschreibung der Charaktere, natürlich der beiden Hauptfiguren, aber auch der Nebenpersonen, diese geht manchmal fast schon etwas zu weit. Abschweifungen wie z.B. der "Maulwurf" von Milton bei der polizeilichen Ermittlung sind für die Handlung irrelevant und langweilig. Insgesamt aber wirkt die Welt in diesem Buch dadurch sehr lebendig und detailreich, was zwischendurch lange Passagen mehr als wettmacht.

Kurzum, Stieg Larsson schreibt sehr gut, auch wenn ich ihm im Gegensatz zum ersten Teil hier deutliche Mängel in der Story vorwerfen muß. Trotzdem sicher über dem Krimi-/Thriller-Durchschnitt, weshalb ich auch den dritten Teil lesen werde...
Viel "mehr" mit wenig dahinter
3 Punkte 3 von 5 Punkten
Der zweite Teil hält leider nicht, was der erste verspricht, sondern ist einfach nur "mehr": Mehr Lisbeth mit mehr Psychosen, mehr triebgesteuerte Männer, mehr Apple-Werbung. Und vor allem länger: Obwohl sich das Buch gut liest, ist der größte Teil überflüssig und scheint ein Vorgeschmack auf Band 3 - aber so langweilig wie das Buch war, werde ich den wohl nicht mehr lesen. Ich habe nämlich schon ein leises Gefühl, was mich dort erwartet - nämlich noch mehr.
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